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Webentwicklung

Website erstellen lassen: Freelancer oder Agentur? Ein ehrlicher Vergleich für KMU

TL;DR – Freelancer oder Agentur?

  1. Freelancer eignen sich für klar definierte, kleine Projekte mit einem Budget unter 2.000 €
  2. Große Agenturen bieten maximale Absicherung, kosten aber oft 5.000–30.000 € für eine Website
  3. Spezialisierte Agenturen vereinen die Vorteile beider Welten: persönlicher Kontakt, professionelle Struktur, faire Preise
  4. Das größte Risiko bei Freelancern ist der Single Point of Failure – Krankheit, Urlaub oder Auslastung können Ihr Projekt stoppen
  5. Für die meisten KMU ist eine kleine, spezialisierte Agentur mit Festpreisen die beste Wahl

Full Disclosure: Wir bei exponent sind eine spezialisierte Webagentur – also nicht ganz neutral. Aber genau deshalb kennen wir beide Seiten: Wir haben selbst als Freelancer gearbeitet und wissen, wo die echten Unterschiede liegen.


Freelancer vs. Agentur: Die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick

Die Entscheidung zwischen Freelancer und Agentur hängt von Projektgröße, Budget und Ihrem eigenen Zeitaufwand ab. Hier ein direkter Vergleich der drei gängigsten Optionen.

KriteriumFreelancerAgentur (groß)Spezialisierte Agentur (z. B. exponent)
Kosten50–100 €/h100–180 €/hFestpreis ab 1.000 €
VerfügbarkeitVariabel, oft ausgelastetIn der Regel gutGut, direkte Kommunikation
KompetenzbreiteMeist 1–2 FachgebieteBreit (Design, Dev, SEO, Marketing)Fokussiert, aber Full-Stack
AusfallsicherheitGering (eine Person)Hoch (Team)Mittel bis hoch (kleines Team)
ProjektmanagementMeist Sie selbstProfessionell, aber oft unpersönlichProfessionell und persönlich
Langfristige BetreuungUnsicherJa, oft mit WartungsvertragJa, persönliche Betreuung

Wann ein Freelancer die bessere Wahl ist

Freelancer sind ideal, wenn Ihr Projekt klar definiert ist, Sie selbst Erfahrung im Projektmanagement haben und das Budget begrenzt ist. In diesen Fällen kann ein Freelancer die richtige Wahl sein:

Freelancer beauftragen, wenn:

  • Klar abgegrenztes Projekt: Sie brauchen eine einfache Website mit 3–5 Seiten, das Design steht bereits fest
  • Budget unter 2.000 €: Für kleinere Budgets ist ein Freelancer oft die einzige realistische Option
  • Spezifische Expertise gefragt: Sie brauchen z. B. einen Illustrator, Texter oder SEO-Spezialisten für eine einzelne Aufgabe
  • Sie können das Projekt selbst steuern: Sie haben Erfahrung mit Website-Projekten und können Briefings, Feedback und Abnahme eigenständig managen
  • Einfache Wartung: Die Website braucht nach dem Launch keine laufende technische Betreuung

Typische Freelancer-Stundensätze in Österreich (2026)

FachgebietStundensatz
Webdesign60–100 €
Frontend-Entwicklung70–120 €
WordPress-Entwicklung50–90 €
Full-Stack-Entwicklung80–130 €
SEO-Beratung80–150 €
Copywriting/Texterstellung60–100 €

Wichtig: Bei Stundensätzen zahlen Sie für die investierte Zeit – nicht für das Ergebnis. Mehr dazu in unserem Artikel Festpreis vs. Stundensatz.


Wann eine Agentur die bessere Wahl ist

Eine Agentur lohnt sich, wenn Ihr Projekt mehrere Disziplinen erfordert, Sie langfristige Betreuung brauchen und Ihnen Zuverlässigkeit wichtiger ist als der niedrigste Preis.

Agentur beauftragen, wenn:

  • Mehrere Kompetenzen nötig: Design, Entwicklung, SEO, Content – alles aus einer Hand
  • Langfristige Partnerschaft gewünscht: Sie suchen einen Partner, der Ihre Website auch nach dem Launch betreut und weiterentwickelt
  • Professionelles Projektmanagement: Sie haben weder Zeit noch Erfahrung, das Projekt selbst zu steuern
  • Zuverlässigkeit entscheidend: Deadlines müssen eingehalten werden, ein Ausfall wäre geschäftskritisch
  • Komplexere Anforderungen: CMS-Integration, E-Commerce, Mehrsprachigkeit, Schnittstellen zu bestehenden Systemen

Agentur ist nicht gleich Agentur

AgenturtypTeamgrößeTypische ProjektePreisbereich Website
Große Full-Service-Agentur20–100+ MitarbeiterKonzerne, große Kampagnen10.000–50.000+ €
Mittelgroße Agentur5–20 MitarbeiterMittelstand, E-Commerce5.000–20.000 €
Kleine, spezialisierte Agentur2–5 MitarbeiterKMU, Startups1.000–10.000 €

Für die meisten österreichischen KMU sind große Agenturen schlicht überdimensioniert – und überteuert. Mehr zur richtigen Agenturwahl finden Sie in unserem Guide.


Die dritte Option: Kleine, spezialisierte Agentur

Die beste Lösung für die meisten KMU liegt zwischen Freelancer und großer Agentur: eine kleine, spezialisierte Webagentur. Sie vereint persönliche Betreuung mit professioneller Struktur – ohne den Overhead einer großen Organisation.

Was eine spezialisierte Agentur ausmacht

  • Persönlicher Kontakt wie bei einem Freelancer: Sie arbeiten direkt mit den Leuten, die Ihre Website auch tatsächlich umsetzen – kein Projektmanager als Mittelsmann
  • Professionelle Struktur wie bei einer Agentur: Klare Prozesse, Vertretungsregelung, strukturiertes Projektmanagement
  • Full-Stack-Kompetenz: Design, Entwicklung, SEO und Betreuung aus einer Hand
  • Faire Preise: Kein teurer Agentur-Overhead, aber auch kein Risiko wie bei einem Solo-Freelancer
  • Langfristige Betreuung: Persönliche Ansprechpartner, die Ihr Projekt und Ihr Business kennen

So arbeiten wir bei exponent

Bei exponent in Wiener Neustadt kombinieren wir die Vorteile beider Welten:

  • Festpreise statt Stundensätze: Sie wissen vor Projektstart exakt, was Ihre Website kostet – ab 1.000 € für eine Firmenwebsite
  • Moderner Tech-Stack: Next.js, React, TypeScript, Tailwind CSS – für messbar bessere Performance
  • Direkte Kommunikation: Kein Callcenter, kein Ticket-System – Sie reden direkt mit den Entwicklern
  • Volle Eigentumsrechte: Quellcode, Domain, Hosting – alles gehört Ihnen
  • Betreuung nach dem Launch: Wir lassen Sie nicht allein, wenn die Website live ist

Kostenvergleich: Was zahlen Sie wirklich?

Eine Website bei einem Freelancer ist auf dem Papier günstiger – aber der Gesamtpreis hängt von vielen Faktoren ab. Hier ein realistischer Kostenvergleich für den österreichischen Markt.

LeistungFreelancerGroße Agenturexponent (Festpreis)
Einfache Firmenwebsite (3–5 Seiten)2.000–5.000 €5.000–10.000 €ab 1.000 €
Business-Website mit CMS4.000–8.000 €8.000–20.000 €ab 2.500 €
E-Commerce / Online-Shop6.000–15.000 €15.000–30.000+ €ab 5.000 €
Laufende Wartung (monatlich)50–150 €200–500 €Nach Vereinbarung
PreismodellStundenbasisStundenbasisFestpreis
KostenrisikoMittel bis hochHochKeines

Versteckte Kosten bei Freelancern:

  • Projektmanagement müssen Sie selbst übernehmen (oder extra bezahlen)
  • Für Design und Entwicklung brauchen Sie oft zwei verschiedene Freelancer
  • Korrekturen und Änderungen werden extra berechnet
  • Wartung nach dem Launch ist oft nicht abgedeckt

Einen detaillierten Preisüberblick finden Sie in unserem Artikel Was kostet eine Website in Österreich 2026?


5 Risiken bei Freelancern (und wie Sie sie vermeiden)

Freelancer leisten oft hervorragende Arbeit – aber bestimmte Risiken sollten Sie kennen, bevor Sie sich entscheiden.

1. Ausfallrisiko (Krankheit, Urlaub, Kündigung)

Das Problem: Ein Freelancer ist eine einzelne Person. Wird er krank, geht auf Urlaub oder nimmt ein anderes Projekt an, steht Ihr Projekt still. Es gibt keine Vertretung.

So vermeiden Sie es: Klären Sie vorab Vertretungsregelungen und vereinbaren Sie Vertragsstrafen bei Verzug. Oder wählen Sie eine Agentur mit Team-Struktur.

2. Scope Creep ohne Projektmanagement

Das Problem: Ohne professionelles Projektmanagement wachsen Projekte unkontrolliert. „Können Sie noch schnell..." wird zur teuersten Frage im Projekt.

So vermeiden Sie es: Definieren Sie den Projektumfang schriftlich und vereinbaren Sie Festpreise oder ein Change-Request-Verfahren.

3. Keine Wartung nach dem Launch

Das Problem: Viele Freelancer spezialisieren sich auf die Umsetzung – laufende Wartung, Sicherheitsupdates und Support gehören nicht zu ihrem Angebot.

So vermeiden Sie es: Klären Sie vor Projektstart, wer die Website nach dem Launch betreut. Lassen Sie sich das schriftlich bestätigen.

4. Technologie-Sackgassen

Das Problem: Manche Freelancer arbeiten mit veralteten Technologien oder proprietären Lösungen. Das macht einen späteren Wechsel teuer und aufwändig.

So vermeiden Sie es: Fragen Sie nach dem Tech-Stack und lassen Sie ihn von einer unabhängigen Person bewerten. Setzen Sie auf offene Standards.

5. Kommunikationsprobleme

Das Problem: Freelancer jonglieren mehrere Projekte gleichzeitig. Antwortzeiten von mehreren Tagen sind keine Seltenheit – besonders in Hochphasen.

So vermeiden Sie es: Vereinbaren Sie feste Kommunikationsregeln: maximale Antwortzeit, wöchentliche Updates, feste Check-in-Termine.


Checkliste: Die richtige Entscheidung treffen

Beantworten Sie diese 6 Fragen ehrlich – sie helfen Ihnen bei der Entscheidung zwischen Freelancer und Agentur:

  1. Können Sie das Projekt selbst steuern? Wenn nein → Agentur. Wenn ja → beides möglich.
  2. Brauchen Sie mehrere Disziplinen? Design + Entwicklung + SEO + Content → Agentur. Nur eine Disziplin → Freelancer kann reichen.
  3. Wie hoch ist Ihr Budget? Unter 2.000 € → Freelancer. 2.000–5.000 € → spezialisierte Agentur. Über 5.000 € → Agentur.
  4. Wie wichtig ist Ausfallsicherheit? Sehr wichtig → Agentur. Verzögerungen verkraftbar → Freelancer möglich.
  5. Brauchen Sie langfristige Betreuung? Ja → Agentur. Nein, einmaliges Projekt → Freelancer kann reichen.
  6. Wie komplex ist Ihr Projekt? CMS, E-Commerce, Schnittstellen → Agentur. Einfache statische Website → Freelancer möglich.

Ergebnis: Wenn Sie 3 oder mehr Fragen in Richtung „Agentur" beantwortet haben, ist eine Agentur – idealerweise eine kleine, spezialisierte – die bessere Wahl.


Häufige Fragen

Ist ein Freelancer immer günstiger als eine Agentur?

Nicht unbedingt. Der Stundensatz eines Freelancers ist zwar meist niedriger, aber ohne klaren Projektrahmen können die Gesamtkosten schnell steigen. Dazu kommt Ihr eigener Zeitaufwand für Projektmanagement. Eine spezialisierte Agentur mit Festpreisen kann am Ende günstiger sein.

Kann ein einzelner Freelancer eine komplette Website umsetzen?

Ja, wenn er Full-Stack-Entwickler ist und auch Design beherrscht. In der Praxis sind das aber zwei verschiedene Kompetenzen. Oft brauchen Sie einen Designer und einen Entwickler – und dann koordinieren Sie zwei Freelancer, was den Vorteil der „einfachen Kommunikation" zunichtemacht.

Wie finde ich einen guten Freelancer in Österreich?

Plattformen wie willhaben.at, karriere.at oder internationale Seiten wie Upwork sind ein Startpunkt. Besser sind persönliche Empfehlungen aus Ihrem Netzwerk. Prüfen Sie immer Portfolio, Referenzen und Verfügbarkeit – genau wie bei einer Agenturwahl.

Was passiert, wenn mein Freelancer mitten im Projekt aufhört?

Das ist eines der größten Risiken. Sichern Sie sich vertraglich ab: Regelmäßige Code-Übergabe, Zugang zum Repository und Eigentumsrechte am Code. So kann im Notfall ein anderer Entwickler übernehmen – auch wenn das immer mit Mehrkosten verbunden ist.

Kann ich mit einem Freelancer starten und später zu einer Agentur wechseln?

Grundsätzlich ja, aber es verursacht fast immer Mehrkosten. Ein neuer Dienstleister muss sich erst in den bestehenden Code einarbeiten. Wenn die Technologie veraltet ist, kann sogar ein kompletter Neustart nötig sein. Langfristig planen lohnt sich.


Fazit

Die Entscheidung zwischen Freelancer und Agentur ist keine Frage von richtig oder falsch – sondern von Ihrem konkreten Projekt, Budget und Anspruch.

Drei Takeaways:

  1. Freelancer eignen sich für kleine, klar definierte Projekte mit Budget unter 2.000 €
  2. Große Agenturen sind für die meisten KMU überdimensioniert und zu teuer
  3. Kleine, spezialisierte Agenturen bieten das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für KMU: persönlich, professionell, transparent

Bei exponent arbeiten wir mit Festpreisen, modernem Tech-Stack und persönlicher Betreuung aus Wiener Neustadt. Keine versteckten Kosten, kein Agentur-Sprech – nur Ergebnisse, die für Ihr Business funktionieren.


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Dieser Artikel wurde im März 2026 veröffentlicht. Alle Preisangaben beziehen sich auf den österreichischen Markt.

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